Satellitenaufnahmen

Wettersatelliten sind ein Mittel zur Fernerkundung der Erde. Sie sind passive Anlagen, was bedeutet, dass sie nur mit jener elektromagnetischen Strahlung arbeiten, die von der Erdoberfläche oder der Bewölkung ausgestarhlt oder reflektiert wird. Sie arbeiten ähnlich wie ein Fotoapparat ohne Blitzlicht. Mit Wettersatelliten können die Bewölkungsobergrenze, die Erdoberfläche und die Atmosphäre selbst beobachtet werden.

Wettersatelliten können die Erdkugel auf verschiedenen Bahntypen und in unterschiedlichen Höhen über der Erdoberfläche umlaufen.

Eine der möglichen Umlaufbahnen ist die Polarbahn. Satelliten mit polarer Umlaufbahn umkreisen die Erde senkrecht zum Äquator und über Nordpol und Südpol. Zu diesen Satelliten zählen die NOAA-Satelliten.

Meteosat

http://www.goes.noaa.gov/

In der Meteorologie häufig genutzte Bahnen sind geostationäre Umlaufbahnen (um den Äquator). Satelliten mit dieser Bahn kreisen synchron mit der Erde. Sie umlaufen unseren Planeten auf der Äquatorebene in einer Höhe von rund 36 000 km und stehen daher ständig über dem gleichen Ort. Dank dieser Satelliten kann ununterbrochen derselbe Bereich auf der Erdoberfläche beobachtet werden. Zu den geostationären Satelliten zählt zum Beispiel der Meteosat-Satellit MSG (Meteosat zweiter Generation). Der Meteosat-Satellit wird vom Unternehmen EUMETSAT betrieben. Seine Vorgänger –Meteosat 1 bis 7 (Satelliten erster Generation) – machten einmal alle halbe Stunde eine Aufnahme.

Die Meteosat-Satelliten der ersten Generation lieferten dreierlei Datentypen: visuelle (im sichtbaren Spektrum), Infrarot (im Kanal der Wärmestrahlung) und WV (Band der Wasserdampfabsorption). Dies deshalb, damit sie die Atmosphäre hinsichtlich verschiedener Wellenlängen der Strahlung untersuchen können. Der visuelle Kanal wird zum Beispiel zum Studium der Bewölkungsstruktur genutzt. Jedoch ist er nur tagsüber zugänglich. In der Nacht befindet sich die Sonne auf der entgegengesetzten Erdseite und so kann keine reflektiere Sonnenstrahlung beobachtet werden. Das Band der Wärmestrahlung wird zumeist zur Schätzung der Bewölkungshöhe nach der geschätzten Temperatur der Bewölkungsobergrenze verwendet. Das Band der Wasserdampfabsorption WV wird zur Schätzung der Wasserdampfmengen eingesetzt.

Der Meteosat-Satellit scannt heute mit einem Zeitschritt von 15 Minuten und erstellt diese drei Aufnahmearten als seine Hauptprodukte. Außerdem liefert er eine ganze Skala an weiteren davon abgeleiteten Produkten. Zum Beispiel zur Schätzung der Sand- und Aschemengen in der Atmosphäre oder die Position ausgedehnter Brände. Der MSG liefert auch Aufnahmen mit hoher Auflösung.

Auf unseren Internetseiten steht den ganzen Tag die aktuelle Aufnahme aus dem Frequenzband der Wärmestrahlung (IR) zur Verfügung. Weiß dargestellt ist die sehr kühle und daher hohe Bewölkung. In Richtung zu den dunkleren Farbtönen steigt die Temperatur und daher sinkt die Höhe der Bewölkungsobergrenze. Am dunkelsten sind die Erdoberfläche und die Wasserflächen. Es können auch die kälteren Gipfel der schneebedeckten Alpen ausgemacht werden.

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